Wellpappe

Aus Verpackungslexikon - TransPak
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Verschiedene Wellenformen von Wellpappe
Aufbau einer 2-welligen Wellpappe

Wellpappe ist aufgrund ihres geringen Flächengewichts und ihrer hervorragenden Festigkeitseigenschaften ideales Verpackungsmaterial. Meist besteht bei einer Wellpappe die Außendecke aus Kraftliner, die Welle aus Schrenz und die Innendecke aus Testliner. Insgesamt werden ca. zwei Drittel aller Transportverpackungen aus Wellpappe hergestellt.

Wellpappe ist ein Zellstoffprodukt, das leicht und stabil ist. Sie entsteht durch Zusammenkleben von mindestens einer glatten und einer gewellten Papierbahn. Die „Welle“ ist die „Seele“ der Wellpappe - abgeleitet von der Form der gewellten Papierbahn (Wellenarten), wovon letztlich die Stabilität abhängig ist.

Im Allgemeinen wird eine Grob- oder Mittelwelle (große Welle) mit einer Feinwelle (kleine Welle) kombiniert. Wegen der besseren Polsterfähigkeit kommt die Grobwelle nach innen und die Feinwelle zum Schutz gegen mechanische Beanspruchung nach außen. Die Bedruckbarkeit verbessert sich durch die enge Wellenteilung.

Es gibt zwei Arten des Wellenpapiers - Wellenstoff und Halbzellstoff. Während der Wellenstoff aus hochwertigem Altpapier aufgebaut ist und ohne Zusätze notwendige Festigkeitswerte erreicht werden, besteht Halbzellstoff aus chemisch halb aufgeschlossenen Holzfasern, wodurch eine besondere Steifigkeit entsteht.

Zusammengefasst wird Qualität, Festigkeit und Wertigkeit eines Papiers von den Fasern bestimmt. Maßgebend für die Wellpappe ist also das verarbeitete Ausgangsprodukt, aber auch die Wellenart!